AHeaD - Abusive Head trauma Dummy

Dieses Projekt beschäftigt sich mit dem Thema des misshandlungsbedingten Kopftraumas (abusive head trauma; AHT) bei Kindern in den ersten beiden Lebensjahren. Diese Art von Verletzungen stellt eine der häufigsten nichtnatürlichen Todesursachen bei dieser Altersgruppe dar. Das Verständnis der zugrundeliegenden pathophysiologischen und biomechanischen Mechanismen ist begrenzt, was zu anhaltenden Diskussionen und Kontroversen führt. Im Vordergrund steht die Frage, ob die beobachteten Verletzungen auch durch kleinere Traumata, wie Stürze aus geringer Höhe oder minimale Kopfanstöße verursacht wurden oder ob sie auf andere Faktoren zurückzuführen sind. Problematisch ist hierbei die stark eingeschränkte Datenbasis zu eindeutig identifiziertem AHT.

Das Forschungsziel liegt in der Entwicklung realistischer physisch-virtueller Hardwaremodelle (AHT-Dummy), um Verletzungsmechanismen nachbilden zu können. Verschiedene Faktoren, wie bspw. Fallhöhen und Merkmale des sich entwickelnden Kinderschädels werden berücksichtigt. Ein interdisziplinärer Ansatz aus Biomechanik, forensischen- und Ingenieurswissenschaften ist erforderlich, um ein altersangepasstes sensorintegriertes Hardwaremodell eines Kinderschädels zu entwickeln.

Die im Rahmen der HEiKA-Forschungsbrücke vorgeschlagenen Forschungsarbeiten zielen darauf ab, eine grundlegende Basis für weitere AHT-Dummy-Untersuchungen zu schaffen.

Die Verbindung zu den HEiKA-Zielen und Forschungsbrücken (Medical Technology for Health) besteht in der Kooperation zwischen dem Institut für Rechts- und Verkehrsmedizin (UKHD) und dem Institut für Produktentwicklung (KIT). Das Projekt legt den Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit zwischen den Partnern und weiteren Forschungseinrichtungen.

Die vorgeschlagene Arbeit trägt zur Entwicklung eines auf maschinellem Lernen basierenden Modells zur Beurteilung von AHT-Fällen bei, welches zukünftig in der klinischen Diagnostik bei der Erkennung von AHT-Verletzungsbildern unterstützen soll.

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